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Auszug - Beschluss zur Badeanstalt auf dem Amtswerder nach der Vorstellung der Bebauungs-, Nutzungs- und Entwicklungsstrukturen  

gemeinsame Sitzung des Bau- und Entwicklungsausschusses, der Gemeindevertretung Feldberger Seenlandschaft und des Kur- und Tourismusausschusses
TOP: Ö 4.1 Beschluss:0232/16
Gremium: Bau- und Entwicklungsausschuss Beschlussart: geändert beschlossen
Datum: Di, 26.01.2016 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 20:15 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal, Haus des Gastes
Ort: Strelitzer Str. 42, 17258 Feldberger Seenlandschaft
0232/16 Beschluss zur Badeanstalt auf dem Amtswerder nach der Vorstellung der Bebauungs-, Nutzungs- und Entwicklungsstrukturen
   
 
Status:öffentlichSitzungsvorlage-Art:Sitzungsvorlage
Federführend:Fachbereich Bauen, Umwelt & Bürgerdienste Bearbeiter/-in: Zemlin, Katrin
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsverlauf:

Herr Gardlowski als Geschäftsführer der zoneEINZ GmbH stellt gegenüber den Mitgliedern der Gemeindevertretung, des Bau- und Entwicklungsausschusses und des Kur- und Tourismusausschusses die Ergebnisse der Analyse zur Badeanstalt Amtswerder vor. Herr Gardlowski erläutert das Vorgehen und entsprechende Handlungsempfehlungen gegenüber den Gremienmitgliedern.

Ergebnisse der Umfrage: 59 Befragte von 201 angeschriebenen Bürgern haben den Umfragebogen ausgefüllt. Einige Befragte haben im Freifeld auf die angespannte Haushaltslage der Gemeinde verwiesen. Es werden 3 mögliche Phasen der Entwicklung vorgestellt:

  1. Badewiese, Wasserwacht und öffentliche Toiletten.
  2. Zusätzlich Duschen und Umkleidekabinen gegen Gebühr, eventuell ergänzt durch Cafepavillon.
  3. Gastronomische Einrichtung.

Herr Gardlowski formulierte eine Grundaussage als Ergebnis aus der Befragung: Der überwiegende Teil der Befragten spricht sich für den Ausbau und die Weiterentwicklung der Destination Amtswerder aus.

 

STRATEGIEEMPFEHLUNGEN:

 

Kurzfristig (innerhalb eines Jahres)

          Durch partizipative Verfahren mit den Anwohnern, Gewerbetreibenden und Vereinen Design-Toolkit erarbeiten (Gestaltungssatzung bzw. -Festschreibung).

          Langfristig sollte die Entwicklung des Amtswerders im Kontext eines neuen Erholungs- und Erlebnisareals des Gesundheitszentrums Feldberg als Kneipp-Kurort gesehen werden.

          Die Errichtung des Gebäudes für die Wasserwacht sowie von öffentlichen Toiletten sollte umgehend nach der Erarbeitung des Design-Toolkits erfolgen.

          Die Errichtung der Umkleidekabinen und Duschen sollte in enger Abstimmung mit den zusätzlichen Nutzern (Sportverein, Hans-Fallada-Schule, Seminar- und Sporttouristikanbieter) erfolgen.

          Langfristige Finanzierung durch öffentliche Mittel der Kurverwaltung durch weitere Einnahmemöglichkeiten erschließen. (Nutzung der Tageskurabgabe, Parkgebühren oder Mieteinnahmen von Sportgruppen)

 

mittelfristig (innerhalb von drei Jahren)

          Marketingkonzept „Amtswerder“ zur Gewinnung von Investoren und Betreibern für den Gastronomiepavillon und das Saunamodul entwickeln.

          Angebot sollte vorhandene Konzepte bereichern und sich nahtlos in die Kneipp-Philosophie einfügen.

          Saisonverlängerung und –Belebung durch einheitliches Auftreten bei Werbemaßnahmen der einzelnen Akteure auf dem Amtswerder stärkt das Image und belebt den Sport- und Erholungspark Amtswerder.

 

langfristig

          Bürgerfond für Freiraummobiliar, zum Erhalt der Infrastruktur und um Attraktivtät des Areals zu erhalten.

 

FAZIT

1. Eine Badeanstalt mit dem klassischen Baukörper ist zu unflexibel

2. Entwicklungen auf dem Amtswerder modular und in mehreren Phasen

3. Hohes Maß an Flexibilität nimmt Rücksicht auf die Bevölkerung

4. Einbeziehung der Akteure durch niedrigschwellige Beteiligungsverfahren

5. Mit kleinen, aber zielgerichteten Maßnahmen weitere Alleinstellungsmerkmale für die Einwohner

und ihre Besucher schaffen

6. Architektonische Elemente sollten Besonderheit und Prägnanz des Ortes stärken

 

Herr Gardlowski schließt seinen Vortrag ab, daraufhin erteilt Herr Karberg Herrn Lange das Wort.

Herr Lange bewertet die Beteiligung der Bürger an der Befragung der zoneEINZ GmbH als aussagekräftig und lobt ihre Beteiligung.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Godenschweger das Wort. Die Befragung zum Konzept Neubau Badeanstalt Amtswerder hat die Gemeinde wesentlich weiter gebracht. Der Neubau in 3 verschiedenen Phasen ist zielführend.

 

Herr Karberg erteilt Frau Lindheimer das Wort. Frau Lindheimer schließt sich der Meinung von Herrn Lange und Herrn Godenschweger an. Sie richtet ihren Dank an die Bürger, die sich an der Umfrage beteiligt haben. Frau Lindheimer äußert sich zum Konzept und bittet bei der weiteren Planung die Anforderungen des Schulschwimmsportes zu berücksichtigen (beheizte Umkleide und Einbeziehung des Feldberger Sportvereines).

 

Herr Karberg erteilt Herrn Dr. Siebeling das Wort. Herr Dr. Siebeling findet, dass die Beteiligung der Bürger zu hoch bewertet wird. Herr Dr. Siebeling befürwortet das neue 3-Phasen Konzept. Phase 1 und 2 sollte möglichst aus öffentlichen Geldern finanziert werden. Er weist darauf hin, dass das Konzept einer weiteren Abstimmung bedarf und Zeitdruck unangebracht ist.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Zimmermann das Wort. Herr Zimmermann bittet die Interessen des Feldberger Sportvereines bei der Planung zu berücksichtigen. Herr Zimmermann spricht sich für einen Neubau aus, wenn das derzeit genutzte Gebäude des Sportvereines an der Badeanstalt abgerissen wird. Derzeit sieht Herr Zimmermann die Finanzierung der neuen Badeanstalt ungeklärt, ist aber bereit sich über den Sport mit einzubringen.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Gardlowski das Wort. Herr Gardlowski spricht sich für eine grundsätzliche Vorgehensweise aus, hierbei sieht er die Gemeindevertretung und die anwesenden Ausschüsse in der Pflicht. Die Anwohner sollten zu den weiteren Beratungen eingeladen werden.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Godenschweger das Wort. Herr Godenschweger sieht den ersten Schritt ungeklärt und zwar 1. Wie hoch sind die Investitionskosten des Basiskonzeptes? 2. Welche Folgekosten hätte der Eigenbetrieb Feldberger Seenlandschaft zu tragen.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Dr. Dieffenbacher das Wort. Herr Dr. Dieffenbacher zählt die Bedarfe eines Basiskonzeptes auf, unter anderem einen 3 m Sprungturm.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Günther das Wort. Herr Günther: „Der Schulsport sollte den Bedarf vorgeben, als zweites sollte eine Kostenschätzung zur Investition folgen. Feldberg hätte endlich eine bewachte Badestelle.“ Herr Günther sieht in naher Zukunft am Standort Badeanstalt Amtswerder keine gewerbliche Nutzung.

 

Herr Karberg erteilt Frau Zemlin das Wort. Frau Zemlin informiert zum aktuellen Sachstand der Fördermittelakquise. Dabei führte sie aus, dass es derzeit zwei Fördermittelgeber gibt. Eine Aktualisierung der bestehenden Fördermittelanträge, welche auf dem bisherigen Konzept beruhen, ist erneut bei den Fördermittelgebern einzureichen. Frau Zemlin empfiehlt eine Grundsatzentscheidung. Der Vergaberat des Innenministeriums M/V tagt am 16.03.2015 zum letzten Mal in diesem Jahr.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Thomas Pfitzner das Wort. Herr Pfitzner weist auf den Beschluss 0091/15 hin, in welchem folgender Beschluss formuliert wurde: „Die Errichtung/der Betrieb einer Badeanstalt auf dem Amtswerder erfolgt unter dem Vorbehalt einer konkreten Wirtschaftlichkeitsbetrachtung (Folgekosten) und weitgehenden Kostenneutralität.

 

Herr Karberg erteilt Herrn Becker das Wort. Herr Becker befürwortet das 3-Phasenmodell. Nach den vergangenen Jahren sieht Herr Becker nun ein strukturelles Konzept. Herr Becker sieht in dem Feldberger Sportverein einen starken Partner, welcher sich mit hohem Engagement in der Gemeinde bereits eingebracht hat.

 

Problemdarstellung/Sachverhalt:

In der Sitzung der Gemeindevertretung am 17.09.2015 wurde dem Unternehmen zoneEINZ der Auftrag für die 1. Projektphase der Umsetzungskonzeption für die Betreibung der Badeanstalt auf dem Amtswerder erteilt. Als konkretes Ergebnis der Erstanalyse sollte durch das Unternehmen eine Präsentation der ersten Ergebnisse vor der Gemeindevertretung erfolgen sowie die Vorlage dreier Beschlussvorlagen verschiedener Ausrichtungen (Bebauungs-, Nutzungs- und Entwicklungsstrukturen) Dies sollte es der Gemeindevertretung ermöglichen Entscheidungen für die öffentliche und gewerblich-touristische Nutzung des Amtswerders zu treffen. Um eine Grundlage für die Entscheidungen zu haben, wurde eine Befragung durchgeführt. Die Auswertung dieser Umfrage erfolgte als Information in der Gemeindevertretung am 03.12.2015. In der heutigen Gemeindevertretung werden durch das Unternehmen Handlungsempfehlungen an die Gemeinde gegeben in Form von Zukunftsmodellen in 3 Varianten (Präsentation). An Hand dieser Varianten ist durch die Gemeindevertretung eine Entscheidung für die Weiterentwicklung des Standortes der Badeanstalt auf dem Amtswerder in Feldberg zu treffen.

 


Beschluss:

 

[ ]               Entsprechend des Beschlussvorschlages

 

[X]               Entsprechend des Beschlussvorschlages mit folgender Ergänzung:

Herr Zimmermann beantragt eine Änderung zur Beschlussvorlage 0232/16 mit folgender Formulierung. „Die weitere Planung zum Konzept Badeanstalt Amtswerder erfolgt unter Einbeziehung der Bedarfe des Feldberger Sportvereines. Die Beschlussvorlage ist zu ergänzen. Der Zusatz lautet die Bürger sind ständig mit einzubeziehen.

 

Beschlussvorschlag:

Die Gemeindevertretung beschließt, im Jahr 2016 am Standort Amtswerder die Grundstruktur für eine öffentliche Badestelle zu legen.

  • Dazu zählen barrierefrei nutzbare Toiletten, die parallel als Umkleidekabine genutzt werden können.
  • Weiterhin werden Aufenthaltsmöglichkeiten für die Wasserwacht geschaffen.
  • Ebenfalls sollen Kapazitäten für Utensilien des schulischen Schwimmunterrichts errichtet werden.
  • Weiterhin ist das Umfeld des zu errichtenden Gebäudes entsprechend den Bedürfnissen von Familien mit Kindern gestalterisch zu entwickeln.

 

Die Verwaltung wird beauftragt, die Neuplanung zu veranlassen und für die beschlossenen Nutzungsmöglichkeiten Fördermittel zu akquirieren.

 


Abstimmungsergebnis Vorlage 0232/16:

 

anwesend

ja

nein

Enthaltung

ausgeschl.*

9

9

0

0

0