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Auszug - Beschluss zur Auswertung der Fragebögen zur Mietwohnungsbedarfsermittlung  

Sitzung der Gemeindevertretung Feldberger Seenlandschaft
TOP: Ö 5.11
Gremium: Gemeindevertretung Feldberger Seenlandschaft Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Do, 28.06.2018 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 19:00 - 20:25 Anlass: Sitzung
Raum: Sitzungssaal, Haus des Gastes
Ort: Strelitzer Str. 42, 17258 Feldberger Seenlandschaft
0084/18 Beschluss zur Auswertung der Fragebögen zur Mietwohnungsbedarfsermittlung
   
 
Status:öffentlichSitzungsvorlage-Art:Sitzungsvorlage
Federführend:Fachbereich Bauen, Umwelt & Bürgerdienste Bearbeiter/-in: Zemlin, Katrin
 
Wortprotokoll
Beschluss
Abstimmungsergebnis

Beratungsverlauf:

Frau Zemlin erläutert die Auswertung der Befragung. Der Kur- und Tourismusausschuss hat die Empfehlung gegeben, den Beschlussvorschlag zu ergänzen. Diese lautet: Die Machbarkeitsstudie soll zeigen unter welchen Umständen (Rechtsform) es der Gemeinde möglich ist, betriebswirtschaftlich sinnvollen und attraktiven Wohnraum zu schaffen, dadurch den Arbeitskräftemangel zu entschärfen und den städtebaulichen Missstand zu beheben.

 

Als mögliche Standorte für etwaige Wohnbauten werden die Prenzlauer Straße 1+3 und der Garagenkomplex Mühlenweg genannt.

 

Problemdarstellung/Sachverhalt:

Die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft hat alle vorhandenen Mietwohnungen Anfang der 90-iger Jahre veräußert. Es besteht in der Gemeinde FSL de facto kein kommunaler Wohnungsbestand.

 

In der Vergangenheit wurde in verschiedenen Workshops herausgearbeitet, dass sich fehlende Mietwohnungen in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft zu einem ernst zu nehmenden Problem entwickeln. Unternehmen aus der Region signalisieren, dass sie für dringend benötigte Auszubildende und Fachkräfte keinen Wohnraum vorhalten können, diesen aber benötigen. 

So fuhr die Verwaltung mit mehreren Abgeordneten am 27.09.2017 in die Gemeinde Zingst, um sich ein  Beispiel für einen Mietwohnungsbau dieser Gemeinde anzusehen. Die Gemeinde Zingst hat selbst in den Jahren 2015/2016 57 Wohneinheiten, mit personeller Unterstützung während der Planungs- und Bauphase durch ein Rostocker Wohnungsunternehmen, errichtet.

 Die Gemeinde Zingst hatte selbst bis dahin keine eigenen Mietwohnungen mehr und ist daher mit der Feldberger Seenlandschaft vergleichbar. Diese Mietwohnungen werden nicht als Sozialwohnungen, sondern zum ortsüblichen Preis vermietet.

 

Um eine substanzielle Grundlage für ein Wohnungsbauprojekt im Ortsteil Stadt Feldberg zu erhalten, ist der tatsächliche Bedarf zu erfragen. Hierfür sollte durch die Verwaltung nach Beschlussfassung durch den Bau- und Entwicklungsausschuss und den Kur- und Tourismusausschuss am 07.11.2017 ein Frage- und Erhebungsbogen entwickelt werden, der in Abstimmung mit der Kurverwaltung, an verschiedene Unternehmen und Vermieter verschickt werden sollte. Dies ist mit 2 verschiedenen Fragebögen im Januar 2018 mit Abgabetermin Anfang März 2018, einer an 24 Unternehmen und einer an 8 Vermieter, Verwalter bzw. Eigentümer von Mehrfamilienhäusern (Wohnblöcke), erfolgt. Es haben von den Unternehmen 13 und von den Vermietern 7 geantwortet. Die Auswertung der Fragebögen ist in der Anlage beigefügt. Als Ergebnis kann festgestellt werden:

Es werden 1 – 4 Raumwohnungen nachgefragt, wobei ca. 2 – 10 Wohnungen in den nächsten

5 Jahren benötigt werden für Arbeits- und Fachkräfte. Die Unternehmer würden für ihre Arbeitskräfte die Wohnung nicht selbst mieten. Es ist auch bei der Umfrage herausgekommen, dass ca. 15 % der abgefragten Wohnungen leer stehen. Der Hauptanteil des Leerstandes befindet sich allerdings auf den Ortsteilen und nicht in Feldberg. In einem Gesprächstermin am 08.05.2018 mit den Fraktionsvorsitzenden, dem Vorsitzenden des Bau- und Entwicklungsausschusses und einem Verwalter wurde herausgearbeitet, dass eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Mietwohnungsbaus in Feldberg und auf den Ortsteilen unter Beachtung der Bevölkerungsentwicklung in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft in Auftrag gegeben werden sollte. Im Haushaltsplan 2018 sind hierfür 5.000 € eingeplant.

Eine Entscheidung ob ein solches Mietwohnungsprojekt, wo und in welcher Größenordnung in der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft initiiert werden soll, ist erst nach Auswertung dieser Machbarkeitsstudie zu fällen.

 

 


Beschluss:

[ ] Entsprechend des Beschlussvorschlages

[X] Entsprechend des Beschlussvorschlages mit folgender Ergänzung: Die Machbarkeitsstudie soll zeigen unter welchen Umständen (Rechtsform) es der Gemeinde möglich ist, betriebswirtschaftlich sinnvollen und attraktiven Wohnraum zu schaffen, dadurch den Arbeitskräftemangel zu entschärfen und den städtebaulichen Missstand zu beheben.

 

Beschlussvorschlag:

Die Gemeindevertretung befürwortet die Beauftragung einer Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Mietwohnungsbaus in Feldberg und auf den Ortsteilen unter Beachtung der Bevölkerungsentwicklung.

 

 


Abstimmungsergebnis:

 

anwesend

ja

nein

Enthaltung

ausgeschl.*

12

11

1

0

0